Wann klingelt’s? – Ein Theaterprojekt der 11b, TSS

„Wir nehmen es auseinander, dieses beherrschende System, das uns aufgezwungen wird! Wir zerlegen es fein säuberlich in seine Einzelteile, legen Glied auf Glied und lassen uns dabei zusehen. Schaut genau hin – auch ihr kennt es. Auch ihr habt es alle erlebt. Auch euch formte und formt es. Wir werden gnadenlos sein. Gnadenlos ehrlich. Es hat uns zwar nie jemand danach gefragt, aber wir zeigen euch trotzdem, wie man sie besser gestalten könnte: Die Schule.
Eine Kaskade aus Textflächen ergießt sich über das Publikum. Kompetenzerwartungen aus den Oberstufenlehrplänen, polyrhythmisch geschichtet – ein Fanal überfrachteter Erwartungen, von denen am Ende wenig übrig bleibt. Bulimie-Lernen aus Notwehr. Nachhilfe via Youtube auf dem Sofa. Unterricht in der anonymen Wartehalle Klassenraum. Schule als normeneinpressende Maschine, die zu Tiefstatus-Experten ausbildet.
Eine szenische Collage über das System Schule, zwischen Kompetenzerwerb und Prokrastination inmitten eines mehrjährigen Lehrplangewitters.“

Drei Aufführungen vom 28.-30.6. um 20 Uhr in der Aula der TSS

Karten im VVK bei der Schlossbuchhandlung und in der TSS: 5€/2€ (ermäßigt)

 

Demo für den Musikzweig! (Update wg. Absage)

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„Bei dieser Demonstration geht es um mehr als nur um die Musik. Um einen qualitativ hochwertigen Musikzweig einzurichten und zu garantieren wurde an der TSS eine zusätzliche Stelle für die Leitung des Musikzweiges eingerichtet. Diese Maßnahme hat sich sichtlich gelohnt. Der Musikzweig ist seit Jahrzehnten zu einem positiven Aushängeschild der TSS geworden und ist aus der Kulturlandschaft Nordfrieslands und Schleswig-Holsteins nicht wegzudenken. Dem wird nun ein Ende gesetzt, weil die Stelle nicht neu besetzt werden soll. Die Schulleitung entscheidet dies im Alleingang und uns bleibt nur der Weg in die Öffentlichkeit.
Kommet zuhauf! Teilt den Beitrag sooft ihr könnt. Bis Samstag!“

Via Christina Kropp

 

Nach einem Gesprächsangebot der Schulleitung an alle Gremien wurde die Demo abgesagt. Sobald es etwas neues gibt, posten wir das hier.

Zukunft des Musikzweiges

Ein kleines Gedankenexperiment
von Brian Zube

Du bist Schulleiter*in eines Gymnasiums, dessen Schulleben nicht nur, aber in besonderem Maße von dessen Musikzweig und den damit verbundenen Konzerten, Musicals und Proben(fahrten) geprägt ist – also von in Erinnerung bleibenden Momenten und einem ganz besonderen Zusammengehörigkeitsgefühl (vom pädagogischen Wert der Förderung musikalischer Fähigkeiten mal ganz zu schweigen).
Der Musikzweig macht diese Schule nicht per se besser als andere Schulen, aber er zeichnet sie aus, gibt ihr seit Jahrzehnten einen unverwechselbaren Charakter.

Besondere Angebote erfordern besonderen Einsatz und so ist eigens für den Musikzweig eine Leitungsstelle an der Schule vorhanden.

Soweit zum Rahmen, nun zum Problem:

Aus strukturellen Gründen musst du eine Leitungsstelle (teurer als „normale“ Lehrerstellen) einsparen. Neben dem/der Musikzweigleiter*in gibt es an der Schule Leitungsstellen für:
– dich selbst
– deine*n Stellvertreter*in
– die einzelnen Stufenleitungen (jeweils eine Stelle für Orientierungs-, Mittel- und Oberstufe)
– die allgemeine Koordination (v. a. für Schul- und Personalentwicklung)

Den Ruhestand erreichen zeitnah der/die Musikzweigleiter*in und der/die Mittelstufenleiter*in.

Wie gehst du vor?

a) Du überlegst dir, ggf. mit engen Vertrauten, wie du entscheiden möchtest. Deine Wahl fällt auf die Stelle der Musikzweigleitung, die du nun streichen wirst. Dies teilst du nach Abschluss der Entscheidungsfindung schließlich den an Schule beteiligten Gruppen (Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern) mit.

oder

b) Du erkennst, dass der Wegfall der Musikzweig-Leitungsstelle für dieses charakteristische Angebot der Schule gravierende Auswirkungen haben könnte. Daher informierst und beteiligst du frühzeitig alle Gruppen und ihre Interessenvertreter*innen (Schülervertretung, Schulelternbeirat, Personalrat). Ihr macht euch gemeinsam auf die Lösungssuche, diskutiert und wägt ab, bevor du deine Entscheidung fällst.

Schule – der Lebensraum, wo junge Menschen auf dem Weg zum/zur mündigen Bürger*in gerüstet werden sollen. Ich kann mir kaum einen besseren Ort vorstellen, an dem in vorbildhafter Weise demokratische Prinzipien wie Transparenz und Mitbestimmung vorgelebt werden könnten, an dem Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern lebendig diskutieren und (insbesondere entscheidende) Fragen gemeinsam angehen.
Diese Kultur müssen die Verantwortungsträger*innen an einer Schule allerdings ehrlich wollen und fördern.

Der geteilte Artikel legt nahe, dass es in diesem Fall leider anders abgelaufen ist. Und – nochmal leider – kann ich mir das nach jahrelanger SV-Arbeit an der TSS gut vorstellen.
(Wobei bemerkt sei, dass dieses Problem auch andere Schulen haben – oft frei nach dem Motto: Interessenvertretungen sind für Schulleitungen nur so lange wertvoll, wie sie brav bei der Projektwoche Kuchen verkaufen.)

Eine persönliche Anmerkung noch zur Sache selbst und nicht zum scheinbar misslungenen Ablauf:

Wäre nicht zumindest ergebnisoffen zu überlegen, ob nicht die (wichtigen) Aufgaben der allgemeinen Koordination auf viele Schultern in der Schule verteilt werden könnten, zumal diese fächerübergreifende Themen betreffen? Ein Verzicht auf die entsprechende Leitungsstelle könnte den Posten „Musikzweigleiter*in“ retten. (Das schreibe ich trotz nur mittelmäßiger musikalischer Begabung und großen Sympathien für Organisationsentwicklung.)
Bleibt es hingegen bei der aktuellen Entscheidung, müsste wohl vor allem die Musik- und damit eine einzige (!) Fachschaft den Wegfall „ihrer“ Leitungsstelle kompensieren, quasi ehrenamtlich. Ob das auf Dauer funktioniert …
Jedenfalls kann ich mir nur schwer vorstellen, dass dann diverse fachfremde Lehrkräfte zur Hilfe eilen und so plötzlich der Geschichtslehrer Probenpläne schreibt und die Sportlehrerin vor Konzertbeginn den Flügel stimmt, nachdem sie zuvor die Tontechniker eingewiesen hat.
Hier droht wohl eher das Ende des Musikzweiges, wie viele ihn kennen und schätzen – was für die TSS sowieso, aber auch die Husumer Schullandschaft ein deutlicher Verlust wäre, nicht jede*r steht auf altsprachliche Zweige und Naturwissenschaften.

Diesen Artikel der Husumer Nachrichten zu lesen stimmt traurig – besonders wohl die Musikfachschaft, ihren Leiter und die Schüler*innen und Eltern, die sich über Generationen hinweg in Chören, anderen Ensembles oder auch in organisatorischen Fragen mit Begeisterung im Musikzweig engagiert haben und es bis heute tun. Und er stimmt nicht nur traurig, weil es um den Musikzweig geht, sondern vor allem wegen der Art und Weise, auf die hier der Elternbeirat und daher vermutlich ebenso Schüler- und Lehrerschaft in Kenntnis gesetzt (!) wurden.

Viel Glück, Partizipation an Schulen!
Viel Glück, Musikzweig!

X. Girls and Boys are back in town.

Layout 1

Am 28.12. beginnt um 19.30h (wie auch auf dem Plakat zu sehen…) im Husumer Speicher das 10. Girls and Boys are back in town. Das kleine zweijährige Festival auf dem ehemalige und aktuelle Husumer Schülerbands sich noch einmal zusammenfinden und mit neuer Leidenschaft von alten musikalischen
Träumen erzählen. Und wie üblich gibt es eine bunte Mischung aus Folk, Jazz, Rock, Klezmer, Avantgarde, Pop und Rap. Freunde der italienischen Oper bleiben ein wenig außen vor, aber alle anderen können sich an den großartigen
Jan & Mike Kobarg
Valbokay
der TSS-WigBand
Freilechs
Bagaludenjazz
Ingwer
KatzeBaum
Platzhalter
& Beliaz
erfreuen. Diese spielen im Erdgeschoß auf, im ersten Stock zeigt die Fotogruppe „The Unkrauts“ ihre neueste Ausstellung.

Begonnen wird pünktlich. Wirklich! Später kommen ist zu spät. Der Eintritt beträgt übrigens einheitlich 5 Euro. Einlaß ist um 19 Uhr!

XXV. Hans-Peter-Hansen-Cup

Seit 1993 spielt die SJG jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag den Hans-Peter-Hansen-Cup aus. Und dieses Jahr geht es in die fünfzwanzigste Runde. Die ganz alten haben sich weitgehend zur Ruhe gesetzt und züchten vermutlich Flubberwürmer, aber immerhin trudeln von Abi 91 bis Abi 16 noch 12 Mannschaften ein, die um den Gral spielen werden. Oder im Café über alte und neue Zeiten plaudern. Beginn ist 12 Uhr. Weitere Infos in der Facebookgruppe oder auf www.cup.hantolo.de

Zuschauer sind herzlich willkommen.

Und ein Gong ging verloren

Die vermutlich riesige Gongmaschine irgendwo im Keller wollte einfach nicht mehr funktionieren und die zuständigen Techniker spielten einfach irgendwas neues ein, an das man sich in der TSS erst einmal gewöhnen muß. Freundlicherweise hatte Malte Wienhues (13. Jgg) den Pausengong von 1966 bis 2015 aufgenommen. Nicht zeitreisend immer wieder, sondern einmal vor einiger Zeit. Und wer will, kann ihn sich hier jetzt anhören:

IX. Girls and Boys are back in town

Die zwei Jahre sind wieder einmal um und wieder rocken ehemalige und aktuelle Schülerbands den Speicher. Oder bluesen ihn. Jazzen geht auch. Folken bleibt nicht außen vor. Das Line-Up steht noch nicht so ganz, aber man kann sich schon auf Jan Kobarg, Helene Hart, Greta und die dicken Dreiecke und Platz[ ]halter freuen.
Und während im Erdgeschoß wild musiziert wird, zeigt oben traditionell die Fotogruppe „The Unkrauts“ ihre neuesten extra für diesen Tag angefertigten Werke.

Am 28.12.2014 im Husumer Speicher ab 19.30h.